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Zweimal Platz drei in Furtwangen für die Stampf-Sisters!

Dienstag, 20. September 2011

Schwarzwald Bike Marathon – das Saisonfinale mit zwei dritten Plätzen

Eigentlich wollte ich in den Bergen sein … Castor und Bishorn standen auf dem Wanderplan. Aber daraus wurde nichts, also meldete ich mich kurzentschlossen beim Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen an … die kleine Strecke 42km mit 840 Hm sollte es werden. Meine Schwester Sabine war ja auch schon auf der 60km Strecke gemeldet … ob ich nun als Verpflegungsstation im Wald stehe oder mit dem Rad hindurch fahre … früh aufstehen muss ich so oder so. Nach dem doch eher enttäuschenden Ergebnis in Neustadt a.d.W. (Wurzeln, Trails … puh!) und dem mentalen Durchhänger nach der Transalp wollte ich dieses Rennen nun eher locker nehmen, sozusagen als Ausklang einer ereignisreichen Saison mit hohem Lernfaktor.

Der Start war zu humaner Zeit um 9:30 Uhr. Ein kurze Anfahrt von nur 45 Minuten nach Furtwangen, ein wieder mal intensiveres Warmfahren vorm Start und ab ging’s auf die Strecke. Die ersten Kilometer sind bekanntermaßen die schlimmsten, so auch hier. Nach 8km und dem ersten steileren Anstieg kam gottseidank die erste Verpflegungsstation, warum auch immer … egal, ich hatte sie bitter nötig. Eine bereits geschälte Banane landete in meiner Hand, ich war froh, dass ich keine Handschuhe trug … ich hab die komplette Hand abgeleckt. Danach ging’s recht wellig mit insgesamt “nur noch” drei weiteren kurzen, aber dafür etwas steileren Bergan-Passagen. An diesen Stellen merkte ich dann doch, dass ich bei den MTB Ausfahrten der letzten Wochen eher geradelt bin und nicht trainiert habe. Bei Kilometer 30 hatte ich meinen “traditionellen” Durchhänger, der mich bis Kilometer 33 eher zäh vorankommen ließ. Aber dann … es ging tendenziell nur noch bergab bzw. flach in Richtung Ziel und ich fand Herren, die sich bis dato noch nicht richtig ausgepowert hatten und dieses nun taten, und ich in ihrem Windschatten. Ergebnis im Ziel war ein 6. Platz von 77 Starterinnen bzw. der 3. Platz bei den Seniorinnen 1 (obwohl ich in meinem Alter nur ungern von Seniorin sprechen möchte).
Dies gab mir zu denken: Das beste Saisonresultat ohne Training … heisst das, nie wieder Training oder mit Training geht es vielleicht noch besser. Ich werde darüber nachdenken und das vielversprechendere Konzept ins neue Jahr mitnehmen.

Bine hatte sich für die 60km-Strecke (1.100 Hm) entschieden und sich zum Ende der Saison vorgenommen, nochmal ein gutes Ergebnis einzufahren, nachdem es in Neustadt krankheitsbedingt “nur” zu einem 4. Platz (AK) gereicht hatte. Nach den ersten stetig ansteigenden Kilometern, die vorwiegend auf Asphalt zurückzulegen waren, wurden die Beine auf der dann welligen Strecke ohne lange knackige Anstiege immer besser und sie fand in ihren Rhythmus ohne gleich am Anfang zu viel Gas zu geben. Nach etwa 15km  konnte sie zusammen mit einem männlichen Weggefährten das Feld von hinten aufrollen und einige Frauen wieder einholen. Eine wollte sich aber partout nicht ohne Kampf überholen lassen, so dass es nun “Frau gegen Frau” auf die letzten 15km ging. Bergan hatte die Kontrahentin die besseren Beine, bergab war es für Bine dann aber ein Leichtes, sie wieder einzuholen.
Trotz des Angebots ihres treuen männlichen Begleiters, sie am letzten Anstieg an die Kontrahentin ranzufahren, musste sie reißen lassen, verlor diese jedoch nicht aus den Augen. Obwohl es zermürbend war, die Kontrahentin 100m voraus fahrend zu sehen, sie aber nicht einholen zu können, ging Bine motiviert auf die letzten knapp fünf Kilometer, die stets leicht ansteigend im Gegenwind noch zu bewältigen waren. Sie erwischte wieder eine gute Gruppe, mit der sie gemeinsam die Kontrahentin ein-, aber immer noch nicht überholte. Erst kurz vor dem Ziel löste sich einer der männlichen Weggefährten mit einem kurzen Zwischensprint und an dessen Hinterrad gelang es Bine, ihre Kontrahentin abzuschütteln und auf den letzten Metern die nötigen Sekunden herauszufahren.
Schlussendlich kam sie mit 2 Sekunden Vorsprung auf dem 3. Platz in ihrer Altersklasse (Overall Platz 5) ins Ziel.

die Susi & die Bine