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Platz 14. für Steffen Langer auf der Mad East Callenge 500

Montag, 4. Juli 2011

Prolog
8km Prolog bei der Mad East heißt erst 220Hm steil bergauf und dann wieder steil bergab. Hinzu kam das pünktlich zum Start eine dunkle Wolke gezogen kam und ich so das Rennen mit einer kleinen Dusche von oben bestreiten musste.
Naja aber eins ändert sich trotzdem nicht: Startschuss->Puls am Anschlag-> bis ins Ziel, das heißt nicht ganz am Anschlag, denn es sollen ja dann noch 2 Etappen folgen. Nach dem 1. Steilen Anstieg konnte ich mich 15s hinter der Spitzengruppe festsetzen und hatte den gleichen Vorsprung vor den anderen Fahrern. Darüber war ich ganz froh, denn so konnte ich im anschließenden Singletrail und in der Abfahrt mein Tempo fahren was das Sturzrisiko, auf der nassen technischen Strecke, doch enorm senkt. Da ich die Strecke in weiser Voraussicht abgefahren bin wusste ich auch wo die heiklen Stellen in Form eines Schlammloches und einer ziemlich matschigen Kurve lagen und konnte mein Bike sicher durch diese Schikanen navigieren.
Am Ende kam dann ein guter 6. Platz heraus und jetzt hoffe ich, dass es die nächsten Tage ähnlich gut läuft.

1. Etappe
Am Samstagmorgen war es nach einer regnerischen Nacht dann relativ kühl geworden. Aber es regnete zum Glück nicht mehr und pünktlich um 10.20Uhr fiel der Startschuss. Einige der Favoriten hatten gleich am Anfang Probleme, so brach bei Sascha Heinke das Schaltauge ab und kurz darauf sah man erst Thomas Nicke und gleich darauf Stefan Danowski mit der Pumpe am Rand stehen sie hatten sich auf der Schiebepassage wohl einen Platten geschoben – sehr kuriose Sache!!!
Bei mir war bis auf die Tatsache, dass mein Puls wieder in Bereichen war die ich eigentlich an diesem Tag nicht tangieren wollte alles ok. Ich nahm also etwas Tempo raus und fuhr meinen eigenen Rhythmus um mich nicht gleich abzuschießen. Die folgenden Streckenabschnitte waren gespickt mit rutschigen Abfahrten, Schiebepassagen, die ich jedoch problemlos hinter mich brachte. Bis Neuhausen, wo es den Schwartenberg zu bezwingen galt, gab es dann auch keine größeren Vorkommnisse. In der Ortsdurchfahrt warteten dann meine Eltern und meine Oma an der Strecke um mich anzufeuern und mir frische Getränke zu reichen. Am Schwartenberg konnte ich dann noch 3 Plätze gutmachen und eine Lücke zu meinen Verfolgern herausfahren. Dann ging es noch etwas wellig dahin, bis Deutschgeorgental, wo nach der Grenze noch ein steiler Anstieg wartete.
An diesem Anstieg kam dann David Voll, von den Mountain Heroes, auf den ich vorher etwas Vorsprung herausfahren konnte, wieder heran und wir beschlossen dann den Rest des Rennens gemeinsam zu fahren, was sich auf den folgenden flachen Kilometern auch als gute Entscheidung herausstellte.
Der letzte Berg von Rehefeld hinauf nach Altenberg war dann nochmal eine ganzschöne Tortur. Dieser war komplett aufgeweicht und beim durchfahren von Schlamm und Matsch klebten die Reifen förmlich am Boden! Aber auch diesen meisterten wir gemeinsam ohne größere Probleme.
Nach einigen Wellen waren wir dann auch an der letzten Abfahrt, welche auch schon im Prolog zu fahren war, angelangt da ließ es David dann nochmal laufen und fuhr ein paar Sekunden vor mir ins Ziel. Aber mit dem 5. Platz konnte ich ganz gut leben, denn morgen sollte ja noch schwere Etappe folgen.

2. Etappe
Oh Mann, was soll ich sagen, der Sonntag begann echt hart meine Beine waren ganzschön schwer und beim Blick aus dem Fenster konnte man einen wunderbaren Sprühregen bewundern… Naja dachte ich mir, mit ‘nem Kaffee komme ich schon wieder auf die Beine und los ging’s… Am Start in Altenberg war das Wetter noch genau so wie es Früh begonnen hatte, allerdings fühlten sich meine Beine mittlerweile etwas besser an. Nach dem Start kamen dann nach einem kurzen Anstieg einige ziemlich nasse rutschige Waldabfahrten, in denen ich auch aufgrund des Regens, der meine Brille ständig verschmierte, nicht voll mitgehen wollte. Das Loch zur Spitzengruppe konnte ich am folgenden Anstieg wieder schließen und so war ich dann ganz zuversichtlich, denn die Beine schienen ja doch wieder ganz gut zu sein.
Jetzt merkte ich, dass mein Vorderrad etwas schwammig wurde  und hielt vor der nächsten Abfahrt an, um nachzupumpen. Zum Glück hielt der Reifen dann die Luft, aber die Gruppe war natürlich weg. Naja aber es kamen ja ständig Leute von Hinten und so klinkte ich mich wieder ins Renngeschehen ein und versuchte, von Grüppchen zu Grüppchen, nach vorn zu springen. Das lief echt super und nach ca. der Hälfte des Rennens ging es in die grüne Hölle, vor der Wiesenauffahrt zum Mückentürmchen, wo ich jetzt die Spitzengruppe wieder kurz im Blick hatte,  überholte ich noch eine Gruppe, welche ich kurz vorher eingeholt hatte, um auf der Wiese das Tempo machen zu können. Schnell setzte ich mich dann wieder ab und ging dann mit Vollgas in die nächste Abfahrt, in der man es richtig laufen lassen konnte. Im Gegenanstieg gab es dann einen tierischen Schlag, der aus dem Tal wiederhallte, und ich dachte erst, dass es mein Hinterrad zerlegt hat. Allerdings war nur ein leichter Kratzer an der Reifenflanke, welcher mir schon am Vortag aufgefallen war, aufgegangen. Naja es half nix, Reifen runter, Schlauch rein und aufpumpen, und das bei dem Schlamm… unmöglich den Schlauch Schmutzfrei einzuziehen. Das merkte ich dann auch als der Reifen kurz darauf wieder schwammig wurde. Also anhalten nachpumpen, in der Hoffnung, das er bis zur nächsten Verpflegungsstelle hält. Die folgenden Abfahrten hielt er dann ganz gut und dann hatte zum Glück ein Tschechischer Streckenposten eine Standpumpe im Auto, also pumpte ich erstmal 3,5 Bar rein um dann den letzten Anstieg, ab dem ich eigentlich heute noch mal den Hahn aufmachen wollte, ohne Pumpstopp fahren zu können. Funktionierte auch und so hatte ich schnell zu 3 Fahrern die mich vorher überholt hatten aufgeschlossen und ging dann in einer Steilen rutschigen Passage vorbei. Dann war auch der letzte Berg geschafft und da kam auch noch eine Verpflegung, an der leider keiner eine Pumpe hatte. Also musste ich wieder mit meiner Minipumpe pumpen. Wieder waren die anderen Fahrer vorbei, naja, hinterher und hoffen das ich’s bis ins Ziel schaffe.
Das Loch war dann auch wieder schnell zugefahren aber die Luft hielt nicht und so musste ich nochmal anhalten und aufpumpen und die anderen fahren lassen. Einen Platz konnte ich dann noch gutmachen und so beendete ich die Etappe leider nur auf dem 16. Platz.

In der Gesamtwertung bin ich auf dem 14. Platz gelandet. Also doch ein gutes Ergebnis mit dem ich gut leben kann. Außerdem werde ich im nächsten Jahr wieder bei meinem Lieblingsrennen am Start stehen und dann hoffentlich ohne Pannen durchkommen.

Bericht von Steffen Langer