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Sellaronda Hero – 50 km und 2400 hm für Vroni und Stefan

Montag, 11. Juli 2011

Vroni auf der Sellaronda

Sellaronda Hero: 6 Uhr : 02. Juli 2011, 4°C und die Sonne leuchtete rot auf das Sellamassiv, als wir auf den Weg zum Start waren. Eine herrliche Morgenstimmung und mit etwas kribbeligen Beinen warteten wir auf den Startschuss in Wolkenstein. Die Sellaronda Hero Strecke mit 50 km und 2400 hm stand uns bevor. Unser Rennziel war eindeutig formuliert: Genuss der landschaftlichen Highlights und Trailpassagen im Renntempo sturzfrei meistern.

1500 Starter standen also im Startblock und die Temperatur stieg langsam auf angenehme 15°C an. Sofort die ersten 7 km der Strecke ging es mit durchschnittlich 13% Steigung auf das Grödnerjoch. Hierbei wurde es spätestens richtig warm. Trotz der großen Starterzahl war der Anstieg gut zu bewältigen. Vom Grödnerjoch folgte die erste Singletrailabfahrt mit einer leichten Staupassage nach Corvara. Der zweite Anstieg ging sanft durch Wald und über Wanderpfade auf den Campolongo, wo uns die zweite Abfahrt schon erwartete und ein richtiges Strahlen auf die Gesichter zeichnete.
Mit gutem Flow ging es schnell ins Tal. Der dritte und somit vorletzte Anstieg zum Passo Pordoi war ein wahrer Genuss. Durch die abwechslungsreiche Wegführung ging es fast von allein bergauf.

Auf dem Pordoi frisch gestärkt, folgte eine sehr lange und aufregende Abfahrt, die leider nicht ganz unfallfrei verlief. Wurzelpassagen, Schotter und Wiesenwege forderten ständige Konzentration und Präzision bei der Abfahrt. Ein kleiner Schlenker mit dem Lenker und schon lag ich im Wald. Der Abgang war an sich nicht schlimm, wenn da nicht diese gemeine heiße Bremsscheibe den Weg zu meinem Oberschenkel gefunden hätte. Im Rennen ließen wir da aber nicht nach.

Toller Blick im Hintergrund

Der letzte Berg lag vor uns. Motiviert noch mal alles zu geben strampelten wir los. Doch diese steilen Rampen (20%) raubten uns die letzten Körner. Mit letzten Kräften gelangten wir zum Sellajoch und ließen es bergab ins Ziel rollen. Zum Glück lag eine leichte und gut fahrbare letzte Abfahrt an, denn die Ermüdung war schon spürbar.

Unser Rennziel wurde sogar noch überraschend getoppt mit der erreichten Platzierung. In der Hobby-Wertung erreichte ich in meiner Altersklasse den 3.Platz und Gesamt den 6.Platz. Das macht doch Spaß und motiviert schon für die nächsten Rennen. Insgesamt war dieses Rennen perfekt. Tolle Organisation, geniale Streckenführung mit allen Raffinessen gespickt, traumhafte Landschaft und herrliches Wetter. Wir werden wieder kommen und dann bestimmt die große Strecke im Visier haben.

Bericht von Vroni Petersen