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Podestplätze für Sabine Stampf in Weilheim und Kirchzarten

Montag, 27. Juni 2011

Vor Pfingsten stand mit dem Waldhaus Bikemarathon in Weilheim und am letzten Sonntag (19.6.) mit dem Ultra Bike Marathon in Kirchzarten zwei Rennen im heimischen Schwarzwald über jeweils 42 km und 900 hm auf dem Programm.

In Weilheim startete das Rennen pünktlich um 9:30 Uhr bei Sonne und angenehmen Temperaturen. Da ich es diesmal schaffte, mich relativ weit vorne einzureihen, erwischte ich vom Start weg eine gute Gruppe, die ich bergab „sprengte“ und die mich bergauf wieder einsammelte, damit ich mit ihr über den Berg kam. Das Rennen verlief zumeist auf Wander- und Forstwegen, die Voraussetzung für ein schnelles Rennen waren, in dem es kaum Erholungsphasen gab. Charakteristisch waren zwei steilere Anstiege von je 2 km und zwei Anstiege mit bis zu 7 km. Leider verpasste ich den richtigen Zeitpunkt, um mich zum Ende des Rennen nochmals mit einem Gel zu versorgen, so dass ich am letzten Anstieg abreißen lassen musste, ich jedoch auf den leicht absteigenden 1,5 km bis zum Ziel wieder einige Plätze gut machen konnte. So kam ich nach 1:54 h als Dritte meiner Altersklasse ins Ziel und fuhr zum zweiten Mal nach dem WOMC Offenburg in dieser Saison aufs Podest.

Nach einer Rennpause über Pfingsten stand mit dem Ultra Bike Marathon in Kirchzarten der nächste Saisonhöhepunkt an. Ich hatte mir vor den „Heimmarathon“ einiges vorgenommen, nachdem ich nun schon das dritte Mal teilnahm und aller guten Dinge nun mal bekanntlich drei sind. Die Organisation bietet mittlerweile fünf Strecken von 42 km bis 116 km an und ich entschied mich wie in den Vorjahren für den Short Track über 42 km.

Trotz des von den Organisatoren angebotenen und von mir in den letzten beiden Jahren in Anspruch genommenen Transportservice von Kirchzarten (Zielort) zum Start nach Hinterzarten zog ich es diesmal vor, direkt von Freiburg mit dem Zug nach Hinterzarten zu fahren und frühmorgens eine halbe Stunde länger zu schlafen J. Start war um 11:20 Uhr in Hinterzarten auf 893m ü.d.M. bei Regen und 10 Grad. Zunächst ging es leicht bergab zum Titisee, um diesen herum hinauf nach Bärental und dann ca. 6 km weiter hoch zum Rinken auf 1160 m. Nach einer schnellen Abfahrt in die Kluse führte die Strecke wieder hinauf zum Stollenbacher Hof, hinter dem es nochmal eine weitere Steigung von ca. 1 km – zum Teil im Matsch und Schlamm – zu bewältigen galt, ehe es auf Forstwegen und kurzen Singletrails runter nach Kirchzarten ins Ziel ging. Bereits am Titisee war ich nass bis auf die Knochen und dreckig als wäre ich schon 3 Stunden unterwegs gewesen. Doch die Beine waren gut und ich fand an den Anstiegen jeweils schnell in meinem Rhythmus. Dennoch verlief auch dieses Rennen nicht ohne Pech und Hindernisse: infolge des Absteigens von Bikern vor mir am steilsten Stück der Strecke musste auch ich aufgrund der Enge des Weges und mangels Ausweichmöglichkeiten am letzten Berg kurzzeitig vom Rad. Nach einem kurzen Sprint zu Fuß hatte ich meinen Rhythmus leider verloren und kaum saß ich wieder auf dem Rad, musste ich noch dem Fahrzeug der Bergrettung Platz machen. Zu guter Letzt verlor ich nach einer Harakiri-Abfahrt mit Tempo 80 ca. 2,5 km vor dem Ziel eine Kontaktlinse und somit mein räumliches Sehvermögen, so dass ich mein Bike auf dem letzten Wiesenstreckenabschnitt von einem Schlagloch ins nächste katapultiere anstatt es an diesen vorbei zu manövrieren. Dennoch gelang mir meine beste Platzierung mit Platz 2 in meiner Altersklasse mit neuer persönlicher Bestzeit. Alles in allem war es trotz des schlechten Wetters wieder ein hervorragend organisiertes Rennen, das sehr viel Spaß macht und zum Wiederkommen einlädt!