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24h – Rennen in München Bernhard Hoppe und Chris Weiner auf Platz 11

Mittwoch, 15. Juni 2011

Chris Weiner beim 24h Rennen

Aufregender Kraftakt beim 24h Rennen in München

Vom 4. bis 5. Juni 2011 starteten der 20-jährige Bernhard Hoppe und der 23-jährige Chris Weiner beim 24h Rennen in München. Das erklärte Ziel des sehr jungen Teams, das zum ersten mal als 2er-Team startete, war es die 24h durchzufahren. Nach kleineren Änderungen der Strecke durch den Veranstalter war die Runde zwar fast gleich lang wie im Vorjahr, allerdings durch eine geringere Anzahl an Anstiegen auch schneller und hektischer.

Bereits nach wenigen Stunden zeigte sich, dass das bloße Durchfahren der beiden nicht das einzige Ziel bleiben konnte, denn sie befanden sich knapp in den Top 10. Mit der Zeit traten jedoch auch die ersten Schwierigkeiten auf. Chris, der sich bis dorthin in einem recht schnellem Rundendurchschnitt befand, verspätete sich um ganze 5min. Der Grund war ein halbabgerissenes Schaltauge, entstanden durch einen Kettenklemmer. Jedoch brachte das die beiden nicht aus dem Konzept und sie fuhren konstant weiter bis in die Nacht. Ihr 10. Platz schien sich gegen 18 uhr gefestigt zu haben.

Bernhard Hoppe in München

Durch Nachttrainingseinheiten in den Wochen vor dem Rennen, waren sie sehr gut auf die Bedingungenen der Nacht eingestellt und konnten dadurch den Angriff starten.

Das Ergebnis daraus: Pünktlich zum Frühstück und nach 3 Runden Powerplay von Chris war der 8. Platz mit 4 min. Vorsprung gefestigt. Leider meinte es der Materialgott nicht gut mit den beiden und so hatte Bernhard, exakt in der nächsten Runde einen Kettenriss was ihn zu einem Lauf durch den Olympiapark zwang und den beiden eine verdoppelte Rundenzeit bescherte. Resultat: 12. Platz. Die beiden gaben aber nicht auf und zeigten zum Schluss nochmal Kampfgeist und fuhren eine Runde vor Schluss  auf den 11. Platz mit 1 min. Rückstand. Chris, der die letzte Runde fuhr, überholte das ihm zu diesem Zeitpunkt kräftemäßig unterlegene Team vom 10. Platz 1,5 km vor dem Ziel. Nun schien es vollbracht. Aber wieder einmal hatten die beiden Pech, die Kette sprang erneut vom Ritzel und verhedderte sich in der Kurbel. Auch ein beherzter Schlusssprint konnte den Rückstand nicht wieder wettmachen. Am Ende trennten die Beiden gerade einmal 4 sec. Vom 10. Platz. Allerdings waren Bernhard und Chris so glücklich über ihre Leistungen, dass sie lachend auch diesen Rückschlag entgegen nehmen konnten.

Gut gekämpft und mit Anstand verloren.

Bericht von Bernhard Hoppe und Chris Weiner.