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MTB-Marathon in Obermachtal

Montag, 30. Mai 2011

Die moooove-Schwarzwaldfraktion war in Oberschwaben unterwegs

Bei bestem Rennwetter – sonnige 15 Grad– machten sich Susi und Sabine Stampf am 28.5.2011 auf zur „Perle Oberschwabens“ (O-Ton des Rennsprechers), nach Obermarchtal, wo die dritte Austragung eines etwas kleineren, aber guten regionalen Zuspruch genießenden Bike-Marathons stattfand. Trotz bester Vorsätze und rechtzeitiger Anwesenheit im Startblock starteten beide um 12 Uhr (mal wieder) ungünstig aus dem letzten Drittel des Startblocks der Langdistanz. Dann galt es, 79km und 1.340hm, einmal die Südschleife und zweimal die Nordschleife, zu überwinden. In einem anfangs sehr schnellen Rennen trennte sich schnell die Spreu vom Weizen und es bildeten sich viele kleinere Gruppen. Eine solche fand auch Sabine, mit der sie bis Kilometer 60 fuhr. Danach musste sie aufgrund eines Hungerastes abreißen lassen und sich die letzten 19km ins Ziel kämpfen, wo sie nach 3:21 Stunden als Achte ankam. Leider verhinderte die mangelnde Ernährungserfahrung eines Marathons von mehr als 50km (es war ihre erste Langdistanz bei insgesamt erst acht Marathons überhaupt) eine bessere Platzierung – Platz sechs und sieben wurden anderthalb bzw. zwei Minuten vor ihr vergeben. Nächstes Jahr wird das landschaftlich schöne und gut organisierte Rennen aber wieder auf dem Plan stehen und dann läuft es (noch) besser ….

Nicht ganz so gut lief das Rennen bei Susi, die  nach den ersten drei Kilometern merkte, dass es heute nichts zu gewinnen gibt. Denn bereits am ersten kleineren Anstieg kam der Mann mit dem Hammer, und das ziemlich hart und unerwartet. Man mag nun erahnen, was danach kam. Eine Gruppe nach der anderen musste Susi passieren lassen, was ziemlich am Selbstbewusstsein und an der Motivation nagte. Von 79 zu fahrenden Kilometern absolvierte sie nun ca. 50km vollkommen alleine (wenn man mal von den Spitzenfahrer der Mitteldistanz absieht, die mit gefühlten 20km/h mehr an ihr vorüberzogen und an der Verpflegungsstation nur mehr ein Becherchen Wasser übrig ließen). Der Frust saß tief und der Gedanke ans Aufgeben war immer präsent, denn sowohl vor als auch hinter ihr war kein einziger Fahrer weit und breit mehr zu sehen, als sie die zweite Nordschleife fuhr … schlimmer geht’s nimmer! Aber solche Erfahrungen macht wohl jeder einmal und da heißt es einfach: drüberstehen und daraus lernen!

Bericht von Sabine Stampf