zur Übersicht

CRAFT Bike Transalp 7. Etappe: Philipp und Stefan auf dem Weg zu Weltcuppunkten

Freitag, 23. Juli 2010

wieder einmal warm fahren

Die vorletzte Etappe führte den Transalp-Tross von Male nach Madonna di Campiglio. Es war die mit 47 km die kürzeste Etappe des gesamten Rennens. Über 2300 Höhenmeter waren trotzdem zu überwinden.

Zu Beginn der Etappe war das Wetter noch schön, was sich dann so nach zwei Stunden änderte. Wolken zogen auf und es begann stark zu regnen und auch etwas zu gewittern. Einige Fahrer erlebten sogar etwas Eisregen auf dem höchsten Etappenpunkt. Mit diesem Wetterumschwung wurde dann die Abfahrt und die Trails teilweise zu einem schlammigen Vergnügen.

Philipp vor dem Start

Vom Regen ließen sich Philipp und Stefan nicht beeindrucken. Auf Gesamtplatz 24 und aus dem A-Block startend wollten beide ihren Platz unter den Top25 weiter festigen. Da die Transalp dieses Jahr ein UCI-Rennen ist, bekommen die ersten 25 Teams Weltcuppunkte. Das wollen sich die beiden nicht entgehen lassen. Also griffen Stefan und Philipp an diesem Tag und dem langen und steilen Aufstieg zur Malga Orso Bruno an und kamen auch gut in Tritt. Oben auf dem Berg lagen die beiden schon sehr gut unter den Top20. Jetzt mussten sie nur noch die Abfahrt ohne Defekt überstehen und gut ins Ziel kommen. Das klappte auch hervorragend. Mit einer Zeit von 3:01h erreichten die beiden auf dem 18. Platz das Ziel. Eine starke Leistung!

Ausfahren im Hotel

Florian und Lukas wollten ebenfalls die Top50 Gesamtplatzierung festigen. Dies lief leider nicht so planmäßig ab. Da die beiden etwas zu spät im Startblock waren, kamen sie heute leider in den Stau und verloren so wertvolle Zeit. Weiter lag Lukas am ersten Berg noch das Frühstück im Magen und Flo hatte noch Hunger, was die Zeit nicht gerade verbesserte. Am zweiten langen Anstieg kamen die beiden dann aber gut in Tritt und kamen gut nach oben und auch weiter gut ins Ziel. Mit einer Zeit von 3:31h hat es heute „nur“ auf den 76. Platz gereicht. Jetzt heißt es morgen noch einmal angreifen und die Gesamtplatzierung wieder zu verbessern.

Harald hatte sich über Nacht wieder gut erholt und es ging ihm heute morgen auch wieder gut. So konnte er und Katja noch einmal zeigen, was sie drauf haben. Mit dem 16. Platz und einer Zeit von 3:53h gelang ihnen das auch sehr gut.

Matthias vor dem Start

Matthias und Patrick kamen gut durch, sie mussten nur etwas gegen Eisregen ankämpfen und das im Sommer. Auf den Abfahrten hatte Patrick seinen Spaß und lies sich diesen auch nicht durch das Wetter vereiteln. Nach 4:24h waren beide im Ziel, was sie auf den 154. Platz brachte.

Gwenda und Wolfgang mussten wieder, da außer Konkurrenz startend, aus dem D-Block starten und arbeiteten sich schnell nach vorne. Da kamen sie zum Toxoholic mixed Team, dem ein Pedal gebrochen war. Beide dachten nicht lange nach und Wolfgang gab Miriam von Toxoholic sein Klickpedal. So konnten diese ohne großen Zeitverlust im Rennen verbleiben und Wolfgang fuhr mit dem kaputten Pedal weiter. Da sich das Pedal bis ins Ziel nicht sinnvoll ersetzen ließ, fuhr er den langen und steilen Anstieg quasi einbeinig nach oben. In einer Abfahrt stürzte Gwenda noch spektakulär in Armstrongmanier und überschlug sich einmal bis sie im Gebüsch zum Liegen kam. Glücklicherweise ist dabei nichts passiert. Trotz dieser Hindernisse erreichten die beiden nach 3:52h schon das Ziel und erreichten damit die Zeit vom 15. Mixed Platz. Das war eine tolle Unterstützung für ein anderes Team und eine starke fahrerische Leistung!

Auch unser Betreuerteam hatte heute eine tolle Erfahrung gemacht. Die Verpflegung war auf der Malga Panciana geplant und Max, Nicole und Siggi fuhren mit der Gondel nach oben. An der Gondel wurden sie gefragt, ob sie zur Transalp gehören. Nachdem sie das bejaht hatten, wurde ihnen sofort der Fahrpreis erlassen. Eine tolle Geste der Bergbahngesellschaft von Mezzano.

Morgen geht es dann auf der letzten Etappe an den Gardasee. Hoffen wir, das alle gesund und erfolgreich dort ankommen.