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CRAFT Bike Transalp 5. Etappe: Himmel und Hölle

Mittwoch, 21. Juli 2010

Lukas auf dem Passo d' Eira

Der Tag der Königsetappe begann mit einer traurigen Nachricht. Ein 40-jähriger Teilnehmer verstarb in der Nacht im Schlafe und wurde morgens tot im Bett gefunden. Nach dieser Information vom Race-Direktor Uli Stanciu gab es eine Schweigeminute und die Stimmung war ziemlich gedrückt.

Doch das Rennen wurde trotzdem gestartet und die Fahrer/innen gingen auf die 107km und 3500 Höhenmeter von Livigno nach Ponte di Legno.

Stefan und Philipp auf dem Passo d'Eira

Stefan und Philipp wollten heute endlich einmal ohne Defekt ins Ziel kommen und wieder unter den Top30 landen. Das Rennen ging für die beiden gut los und sie lagen bei der zweiten Verpflegung aussichtsreich auf dem ca. 39. Gesamtplatz. Der lange Anstieg von 1600 Höhenmetern lag dabei noch vor ihnen. Auf diesen Anstieg haben sich die beiden schon den ganzen Tag gefreut, da sie hier noch einige Plätze gut machen wollten. Der Plan ging auch ganz gut auf. Stefans Vorderrad verlor zwar etwas Luft und er tauschte es auf Hälfte des Berges durch ein Neues, aber dabei ging keine Zeit verloren. Auf den letzten eher flachen Höhenmeter konnten die beiden noch einiges an Zeit gut machen und lagen dann ca. unter den Top20 in der Männerkategorie. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer, da in Philipp leider in der letzten Trailabfahrt einen Platten hatte und die beiden so wieder einmal 4-5 Minuten verloren. Am Ende reichte es auf einen sehr guten 26. Platz mit einer Zeit von 6:03h.

Zwei Häufchen Elend und ein Haufen Bike

Gwenda und Wolfgang vor dem Start

Gwenda und Wolfgang hatten etwas Respekt vor der Königsetappe, waren aber trotzdem guter Dinge, da den beiden steile Berge liegen. Sie kamen auch gut in Fahrt und konnten die fast 10km Trail auch im Sattel hinter sich bringen, was natürlich einen enormen Zeitvorteil bringt. Sicher auf Platz 9 liegend kamen beide auf dem zweiten Berg an. Dann nahm das Verhängnis seinen Lauf. Wolfgang hatte einen

Platten, den er auch schnell reparieren konnte und dabei wenig Zeit verlor. Kurze Zeit später hatte er den zweiten Durchschlag. Gwenda fuhr nach Absprache voraus, um dann von Wolfgang eingeholt zu werden. So war der Plan. Gwenda wartete dann aber 1,5 Stunden vor der nächsten Zeitkontrolle bis Wolfgang dann als Beisitzer auf dem Motorrad nach unten kam. Nach dem Platten löste sich in der Weiterfahrt der Reifen von der Felge und er stürzte, so dass sein Hinterrad nicht mehr einsetzbar war. Beim Bergablaufen verletzte er sich auch noch am Oberschenkel. Gefrustet und der Verzweiflung nahe, lies er sich von einem Motorrad nach unten mitnehmen. Somit war unser

ein Haufen Bike

erfolgreichstes Mixed-Team leider aus der Wertung. Andrea, die schon mit einem neuen Hinterrad auf dem Weg war, traf die beiden dann leider nur noch in Grosotto. Zwei Häufchen Elend und ein Haufen Bike.

Damit zumindest Gwenda noch als Finisher in Riva ankommen kann, fuhr sie nach der langen Pause die Etappe noch zu Ende. Dabei konnte sie noch ca. 40-50 Plätze gut machen.

Florian und Lukas hatten heute ihren Powertag. Sie fuhren unglaublich stark und arbeiteten gut zusammen. So wurde aus Floris Angst vor der Etappe eine große Freude über den 47. Platz nach 6:22h in der Tageswertung. Ein wirklich starkes Ergebnis.

David und Martin: Verpflegung 2

Katja und Harry hatten heute ihren Pannentag. Zwei Kettenklemmer, eine gerissene Kette und einen Platten hatten die beiden vorzuweisen. Durch diesen Reparatur-Marathon verloren die beiden ca. 30min an Zeit. Alle Defekte konnte aber behoben werden, so dass die beiden nach 7:35h auf dem 23. Platz ins Ziel kamen. Auch sie haben den als fahrtechnisch schwierigen Trails super gemeistert.

Patrick und Matthias hatten auch einen technischen Defekt. Matthias hatte zu viel Kraft und riß die Kette entzwei. So blieb auch ihnen nichts anderes übrig, als die Kette zu reparieren. Für die beiden sprang dann der 164. Platz mit einer Zeit von 8:19h raus.

Thomas und Hans: Verpflegung 4

Nach der Etappe hatte Hannes einiges mit den Rädern zu tun. Waschen, putzen, ölen, Schaltungen einstellen und schadhafte Teile auszutauschen. Langsam ist so viel kaputt, dass schon die Ersatzteile ausgehem.