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Trans Germany 3. Etappe (oder: here comes the sun)

Samstag, 5. Juni 2010

Gisela, Katja, Wolfgang

3. Etappe von Pfronten nach Sonthofen

Am Tag Nummer Drei ging es von Pfronten bis nach Sonthofen.

Endlich schien die Sonne! Und das gar nicht einmal so wenig.

Am frühen Morgen sah das Wetter nicht gerade rosig aus. Die Wolken hingen noch im Tal und der Boden war nass. Die Fahrer mussten die schwere Entscheidung treffen: Was soll ich heute anziehen?

Da es an den vorherigen Tagen teilweise eiskalt war, hatten die meisten lieber zu viel als zu wenig Kleidung dabei und kaum einer ging ohne Regenjacke aus dem Haus.

Nachdem sich die Teilnehmer in Pfronten an den Start begeben hatten, kontrollierte Trainerin Andrea Hiller, ob jeder Fahrer gut für das Rennen ausgestattet war.

Fehlanzeige! Die Sonne brach so langsam durch die Wolken und es wurde richtig warm. Also sammelte Andrea kurz vor dem Startschuss sämtliche warme Klamotten und Regenkleidung von den Fahrern ein und gab ihnen dafür noch ein wenig Flüssigkeitsnachschub. Um 10 Uhr fiel der Startschuss und los ging die dritte Etappe.

55,49 Kilometer standen auf dem Programm – die kürzeste Strecke der vier Abschnitte. Allerdings wies sie mit 1830Hm fast die gleiche Zahl an Höhenmetern auf, wie die Route am Vortag.

Mit 75 Prozent Asphalt-Anteil war die Strecke nicht grade Mountainbike-freundlich.

23 Prozent des Untergrunds bildeten die Schotterwege und nur 370m lang fuhren die Teilnehmer auf Wald- und Wiesenboden.

Die erste Verpflegungsstelle für das moooove-Racing Team wurde nach 14km aufgebaut. Bei Kilometer 40 konnten sich die sichtlich durstigen Fahrer noch einmal für die letzte Bergauffahrt stärken.

A-Team:

Philipp Pangerl führte auch am dritten Tag das moooove-Racing Team an. Er kam nach 2h 27min ins Ziel. Mit seiner Platzierung (Rang 52) war der 24-Jährige nicht zufrieden. „Das ist nicht meine Strecke gewesen. Die war viel zu kurz.“ Pangerl fügte hinzu, dass er „erst nach zwei Stunden so richtig aufreh(e)“, was für ein erfreuliches Ergebnis beim Samstägigen Endspurt hoffen lässt. Genau zehn Minuten später überquerte Stefan Kast die Ziellinie. Er wurde 105ter.

Chris Weiner schaffte die Strecke in 2h 39min. Während des Rennens wurde er dicht von Team-Kollege Andreas Oppacher verfolgt. „Ich hatte immer den Andi hinter mir bemerkt, das hat mich angespornt, das Tempo nicht zu verringern“, so Weiner. Er landete auf dem 119. Platz. Andreas Oppacher wurde mit einer Zeit von 2h 40min 123ter.

Wolfgang Fink und Gwenda Rüsing fuhren zum wiederholten Male gemeinsam ins Ziel. Gwenda strahlte über das ganze Gesicht, nachdem sie die Etappe beendet hatte. „Ich habe alles gegeben, was ich konnte und das hat heute super geklappt. Ich bin richtig zufrieden.“ Katja Holzer kam als 25te ins Ziel. Die Strecke absolvierte sie in 3h 08min.

Florian Graschberger hatte mit einem technischen Defekt zu kämpfen. Es gab Probleme mit der Kette, die er am Morgen erst ausgetauscht hatte. Das kostete ihm viel Zeit und vor allem viel Kraft. Bei der zweiten Verpflegungsstation kam er sichtlich genervt an, zog das Rennen aber innerhalb 3h 10min durch und wurde 302er.

Nach der gleichen Zeitdauer kam Gisela Makowski ins Ziel. Sie fuhr während des Rennens versehentlich von der Route ab. Die 48-Jährige bemerkte erst einige Zeit später, dass sie falsch abgebogen war und kehrte dann aber wieder auf die Wettkampfstrecke zurück. Der Umweg kostete Gisela zehn Minuten. Hinzu kam, dass die Kette ihres Mountainbikes riss. Für die Reparatur musste sie weitere fünf Minuten einbüßen. Sie landete auf Rang 29.

B-Team:

Patrick Kötschau führte zum dritten Mal während der Trans Germany 2010 das B-Team an. Am Vortag hatte er noch mit starken Magenproblemen zu kämpfen, die noch bis am Freitagmorgen anhielten. „Mein Körper war vollkommen leer. Ich hatte einfach nicht so viel Kraft, wie normal.“ Trotzdem zog Patrick das Rennen durch und fuhr in einer Zeit von 3h 20min auf Platz 363.

Anja Knaub überlebte auch den dritten Tag und kam nach 3h 39min ins Ziel. Nach dem Rennen begab sie sich direkt zu der Rescue-Station, um ihren Rücken checken zu lassen. Ihre Bandscheibenprobleme hätten sie beinahe daran gehindert, das Rennen durchzuziehen. Noch kurz vor der Etappe lies sie sich im Startbereich vom Rescueteam 9 Wirbel einrenken, die sie sich wahrscheinlich am ersten Tag bei einem Sturz ausgerenkt hatte. Sie kämpfte sich aber souverän durch die ersten drei Etappen.

Das Schlusslicht des moooove – Racing Teams bildeten Heike Warmuth (3h 54min, Platz 79) und Susan Beale (3h 55min, Platz 82). Susan bekam bei dieser Strecke ganz besondere Unterstützung. Ihr Vater John reihte sich während des Rennens ein und fuhr eine Zeitlang mit seiner Tochter mit. Auch er überquerte in Sonthofen die Ziellinie.

Bernhard Hoppe konnte bei der dritten Etappe nicht antreten. Der 19-Jährige litt an starken Knieschmerzen, die er schon auf dem Weg zum Start spürte. „Es wurde von Sekunde zu Sekunde schlimmer“. Noch bevor er die Startlinie passierte, brach er ab und half bei den Betreuern, die Fahrer an den Verpflegungsstationen zu versorgen.

Der einzige Fahrer von moooove, der in der Master-Klasse fährt, ist Willi Hoffmann. Er absolvierte das Rennen souverän in einer Zeit von 3h 34min und wurde 265ter.