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Trans Germany 1. Etappe (oder „Wann wird es endlich wieder Sommer” …)

Donnerstag, 3. Juni 2010

Das moooove Racing Team

Erste Etappe: von Garmisch nach Lermoos

Gleich am ersten Tag der Trans Germany 2010 wurden die Teilnehmer hart rangenommen. Die erste Strecke verlief von Garmisch-Patenkirchen bis zum österreichischen Lermoos. Sie ist die Längste der vier Etappen und beinhaltet 81,44 km und 2154Hm. Doch es war nicht nur der Weg, der die Fahrer beinahe an ihre Grenzen brachte, der unaufhörliche Starkregen erschwerte die Wettkampfbedingungen ungemein.

Hinzu kam der eiskalte Gegenwind. Aber auch das war noch nicht alles: Die Außentemperaturen waren alles andere als „Radl-Wetter“- tauglich.

Bei der Ehrwalder Alm wurden 4°C gemessen und auf der Strecke lag teilweise sogar Schnee.

Trotz der miserablen Witterungsbedingungen kamen alle 16 Fahrer des moooove-Racing Teams nach einem schlammhaltigen Rennen ins Ziel.

Philipp Pangerl und Stefan Kast

Als Erster vom Team moooove fuhr Philipp Pangerl nach 3h 42min im Ziel ein. Der 24-Jährige landete 34 Minuten nach dem Tagessieger Christoph Sauser auf Platz 75.

Eine Minute später kamen Wolfgang Fink als 79ter und Stefan Kast auf dem 81. Platz ins Ziel. „Es hat Spaß gemacht. Bis auf das Wetter und meine Bremsbelege, die sich irgendwann verabschiedet haben, ging alles ganz locker“, sagte Fink. Der Student machte nach der ersten Etappe einen entspannten Eindruck, was auf einen erfolgreichen zweiten Tag hoffen lässt.

Andreas Oppacher schaffte die erste Etappe in 4h 0min und landete auf Rang 154.

Es schien, als ob Petrus es auf die Fahrer abgesehen hatte: „Vier Stunden lang hat’s geregnet und als ich ins Ziel kam, hat’s aufgehört“, so der moooove-Neuling.

Chris Weiner

Chris Weiner erreichte das Ziel nach 4h 03min.

Florian Graschberger trat vor allem in den letzten 50 Minuten noch einmal kräftig in die Pedale und wurde in einer Zeit von 4h 10min 199ter.

Bei den Damen des moooove-Racing Teams ging am ersten Tag Gisela Makowski in Führung. Nach 4h 27 min landete die 48-Jährige auf dem 42. Platz. Die Fahrerin ist mit ihrer Leistung nicht zufrieden. „Nach zwei Stunden bin ich eingebrochen. Ich habs nicht mehr geschafft, in einem solch hohen Puls weiterzufahren.“

Fünf Minuten nach ihr kam Katja Holzer als 28te ins Ziel.

Patrick Kötschau

Als erster Fahrer des B-Teams ließ sich Bernhard Hoppe blicken.

Er schaffte die 81km in 4h 55min. Der Jüngste der Gruppe kam mit einem Lächeln und dem Kommentar „Der Schlamm bei der letzten Abfahrt hätt’ auch nimmer sein müssen“ ins Ziel.

Patrick Kötschau überquerte nach 5h 14min als zweiter Fahrer des B-Teams die Ziellinie und wurde 413ter. Kötschau fuhr sich ein Loch ins Hinterrad und hatte mit diesem auf der Strecke öfter zu kämpfen. Dies kostete ihm viel Zeit.

Andrea Hiller

Trainerin und Organisatorin Andrea Hiller fuhr das Rennen in 5h 20min. Mit dieser Zeit landete Sie auf dem 52. Platz. Im Vorfeld sagte sie, dass sie die Trans Germany 2010 völlig außer Konkurrenz fahren werde. Sie habe nicht genügend dafür trainiert. Außerdem hat Hiller mit der Organisation und der Betreuung ihrer „Schützling“ während der vier Tage viel um die Ohren. „Da kann man sich davor einfach nicht so sehr auf das Rennen konzentrieren“.

Bei der letzten Abfahrt stürzte die Trainerin und verletzte sich am Knie, sodass die Ärztin nach dem Rennen ins Krankenhaus fahren musste, um die Wunde mit neun Stichen nähen zu lassen.

Anja Knaub und Andrea Hiller

Anja Knaub kam als Erste von den Frauen des B-Teams ins Ziel. Nach 5h 34min auf dem Mountainbike konnte die 38-Jährige bei der Zieleinfahrt noch lächeln. Sie war aber auch sichtlich froh, die erste Etappe „überlebt“ zu haben.

Gwenda Rüsing

Gwenda Rüsing gelangte heute schon fast an ihre Grenzen.

Nach drei Stunden Fahrtzeit kam sie bei der zweiten Verpflegungsstation (64km) von moooove an. Rüsing hielt an, lehnte sich am ganzen Körper zitternd über den Fahrradlenker und brach in Tränen aus.

Die Fahrerin war komplett durchnässt und deutlich unterkühlt. „Ich konnte meine Hände nicht mehr spüren. Ich hatte einfach zu wenig Kleidung an“.

Die Betreuer an der Pflegestation versorgten ihre Kollegin.

Kurze Zeit später gelangte Willi Hoffmann ebenfalls vollkommen verfroren bei der Verpflegungsstation an. Die Betreuer brachten die beiden Teilnehmer ins warme Auto und fuhren sie ins Hotel, wo sie sich trockene Kleidung anziehen konnten.

„Ich war ewig unter der heißen Dusche gestanden und hatte immer noch Schüttelanfälle“, sagte Rüsing. Aber als moooove-Fahrer ist Kämpfen angesagt.

Nach einer Stunde gingen die beiden wieder auf die Strecke und fuhren das Rennen zu Ende. Gwenda kam letztendlich als 83te nach 5h 45min ins Ziel. Willi brauchte knapp sechs Stunden .

Susann Beale und Heike Warmuth

Heike Warmuth

Susan Beale und Heike Warmuth überquerten gemeinsam das Ziel. Nach einer Fahrtzeit von 5h 55min landeten sie auf Platz 89 und 90. Die beiden Frauen umarmten sich und waren überglücklich die „Tortur“ überstanden zu haben.

Auch wenn die Fahrer und Fahrerinnen in sehr unterschiedlichen Zeiten ins Ziel kamen, eines hatten ALLE Teilnehmer gemeinsam:

Sie waren von der Haar- bis zur Zehenspitze voll mit Schlamm – ganz im Partnerlook mit den Mountainbikes. Also war erstmal duschen und Wäsche waschen angesagt.

Das moooove-Racing Team legte mit den Ergebnissen einen guten Start für die Trans Germany 2010 hin.